Google Ads – Kaufabsicht abfangen
Google-Suchanzeigen erreichen Menschen, die aktiv nach dem suchen, was Sie verkaufen. Wer „emergency plumber near me“ (sinngemäß: Notdienst-Klempner in der Nähe) eintippt, hat jetzt ein Problem und die Brieftasche offen – und diese Absicht ist der Grund, warum Suchanzeigen gut konvertieren. Dafür zahlen Sie allerdings: Klicks sind in umkämpften Märkten teuer, und eine Suchkampagne funktioniert nur, wenn es echtes Suchvolumen für Ihr Angebot gibt. Niemand sucht nach einem Produkt, von dem er noch nie gehört hat – genau dort stößt Google an seine Grenzen. Am besten geeignet, wenn die Nachfrage schon existiert und Sie nur die Antwort sein müssen, wenn jemand sucht.
Facebook / Meta Ads – Nachfrage erzeugen
Meta erreicht Menschen über Interessen und Verhalten, bevor sie suchen. Das ist stark, um Bekanntheit aufzubauen, Besucher erneut anzusprechen, die Ihre Seite verlassen haben, und visuelle oder spontan gekaufte Produkte zu verkaufen, die im Feed gut aussehen. Klicks sind meist günstiger, die Kaufabsicht aber geringer – die Person hat nicht nach Ihnen gesucht, also muss Ihr Werbemittel sich das Anhalten, das Lesen und den Klick verdienen. Das verschiebt die Arbeit: Bei Meta tragen Anzeige und Zielgruppe die Hauptlast, und ein schwaches Werbemittel versenkt eine sonst solide Kampagne. Hier erreichen Sie auch Menschen, die noch nicht wissen, dass sie wollen, was Sie verkaufen.
Wann Google, wann Meta
Wählen Sie Google, wenn Menschen bereits nach Ihrem Produkt suchen, wenn der Kauf dringend oder gut überlegt ist (ein Serviceeinsatz, ein B2B-Tool, eine Reparatur) oder wenn Sie noch diese Woche Leads brauchen und die Marge haben, um für hohe Kaufabsicht zu bezahlen. Wählen Sie Meta, wenn Sie etwas Neues einführen, nach dem noch niemand sucht, wenn das Produkt visuell ist oder spontan gekauft wird, wenn Sie Website-Besucher günstig erneut ansprechen wollen oder wenn Ihre Margen dünn sind und Sie günstigere Reichweite brauchen. Und wenn Ihr Angebot wirklich visuell ist und zugleich gesucht wird – etwa Möbel oder Kosmetik –, können beide laufen; teilen Sie das Budget dann nach Aufgabe auf, nicht aus Gewohnheit zu gleichen Teilen.
Wie Sie beide kombinieren, ohne Geld zu verschwenden
Das Lehrbuchpaar lautet: Meta weckt Interesse, Google fängt es ab, wenn Menschen später nach Ihrer Marke suchen – und das funktioniert, aber erst ab einem gewissen Budget. Laufen beide mit zu wenig Geld, bekommt keine genug Daten zur Optimierung, und Sie haben am Ende zwei mittelmäßige Kampagnen statt einer guten. Meine Faustregel: Belegen Sie erst, dass ein Kanal profitabel konvertiert, bevor Sie den zweiten hinzunehmen. Der günstigste Test überhaupt ist Retargeting – zeigen Sie Meta-Anzeigen Menschen, die auf Ihre Google-Anzeige geklickt und nicht gekauft haben. Das kostet wenig, erreicht eine warme Zielgruppe und zeigt Ihnen schnell, ob es am Traffic oder an Ihrem Angebot liegt.